von Fürst Claas vom Mars

Fürst Claas vom Mars ist den langjährigen AHA-Lesern ein guter Bekannter. In Heft 4/00 veröffentlichten wir seinen Artikel „Projektive synthetische Geometrie“. Darin zeigte sich, welchen Spaß und welchen Erkenntnisgewinn der kreative Umgang mit einem Tarotdeck bringen kann, wenn die Methode stimmt. Die folgenden beiden Texte basieren erneut auf der Tarot-Collagen-Deutung und machen Lust auf mehr davon.

Sonne -Erde - Mensch

Das christliche Herz von Rudolf Steiners Anthroposophie läßt sich in der folgenden These zusammenfassen: In der Sonne selbst befindet sich eine lebendige Intelligenz, die im Lateinischen den Namen C H R I S T I trägt. Durch die Taufe des Menschen Jesus konnte sich C H R I S T I mit einem Menschen vereinen & wandelte fortan als Mensch Jesu CHRISTI auf der Erde. Durch die Todeserfahrung am Kreuze und das dort vergossene Blut, das auf den Erdboden tropfte, vereinte sich C H R I S T I mit dem Planeten Erde. Diese Geschichte, dieses Märchen, diese Parabel oder diese Wahrheit scheint gleichsam ein zentrales Mysterium der thelemitischen Welt zu sein:

Die Vereinigung der Sonne mit einem Menschen so wie die Vereinigung, die dann durch diesen Menschen mit der Erde vollzogen wird läßt sich sehr harmonisch und anschaulich durch eine Collage aus Karten des Thoth-Tarots darstellen:

Die Sonne, CHRISTI, vereint sich mit dem Gehängten, Jesus. Der Gehängte vereint sich mit dem Universum, der Erde. (Das Element Erde ist im Buch Thoth der Karte „Universum“ zugeordnet.) Beachte auch, daß zum Gehängten der Buchstabe „Mem“, der „Wasser“ bedeutet, gehört. Der Gehängte stellt sowohl eine Taufe, wie auch eine Kreuzigung dar.

Spielt nun die Sonne in Thelema tatsächlich eine so signifikante Rolle wie in der Anthroposophie? Ja. Crowley schreibt im Buch Thoth zur Karte „Die Sonne“:

„Von allen Karten ist dies eine der einfachsten; sie repräsentiert Heru-ra-ha, den Herrn des Neuen Zeitalters, in seiner Manifestation für die menschliche Rasse als Sonne in ihrem spirituellen, moralischen und physischen Aspekt. Er ist der Herr des Lichtes, des Lebens der Freiheit und der Liebe.

Das Ziel dieses Zeitalters ist die vollständige Befreiung der menschlichen Rasse.“ (Aleister Crowley, Das Buch Thoth, Urania-Verlags AG, S. 122)

Die Sonne regiert im Tierkreis des Zeichen Löwe. Im Tarot ist der Trumpf „Lust“ dem Löwen zugeordnet. Crowley schreibt im Buch Thoth zu „Lust“: „ Besänftige Energie mit Liebe; doch laß die Liebe alle Dinge verzehren. Verehre den Namen – viereckig, mystisch, voll Wunder, und den Namen seines Hauses 418.“ (a.a.O. S. 253)

Die Zahl von Christus in der griechischen Gematria ist 1480, worin wir die Ziffern von 418 wiederfinden. Zur „Lust“ gehört auch der hebräische Buchstabe „Theth“, der gleichzeitig ein aramäisches Wort für eine Schlange ist. In der Illustration „Sonne – Gehängter-Universum“ sehen wir eine Schlange unter dem Kopf des Gehängten, im inneren Kreis des Universums. Auch dies ist eine Illustration der Vereinigung von CHRISTI, der Sonne, mit der Erde. Tatsächlich ist CHRISTI in der lateinischen Numerologie mit „Teth“, der Schlange der Lust identisch. Das Wort „Teth“ addiert sich im Hebräischen zu 419.

Hebräische Buchstaben

400 + 10 + 9 = 419

C H R I S T I addiert sich in der Numerologie des lateinischen Alphabetes zu 419
3 + 8 +90 +9 +100 +200 +9 = 419

Wir können auch ein sehr harmonisches Zahlenspiel durch das hebräische Wort für Schlange aus dem Garten Eden finden. Sie heißt Nachasch und addiert sich zu 358. Auch das hebräische Wort für den Messias addiert sich zu 358.

358 + 419 = 777
und 777 wird in der griechischen Gematria mit dem Kreutz identifiziert. Oberhalb des Abyss sind der Christ & der Antichrist Einheit.

Blut & Samen
In einer Collage aus „Kaiserin“ & „Mond“ wird im Thoth-Tarot eine Frau sichtbar, aus deren Vagina Blutstropfen in Form des Buchstaben Yod in eine Mondschale tropfen.
Der Buchstabe Yod selbst symbolisiert das Spermatozoon, wie auf dem Trumpf „Der Eremit“ sichtbar. Aus der Vagina der Mond-Kaiserin fließt also eine Mischung aus Blut & Samen.
Die Collage illustriert eine tantrische Technik, wie sie von den Marsianern angewendet wird. Der Mars – Mann (In diesem Kontext ein tantrisch arbeitender Mann) verhindert bewußt seine Ejakulation während des Verkehres mit seiner Frau, solange aus seiner Frau kein Menstruationsblut ausströmt.
Nur während der Menstruationstage seiner Frau ejakuliert der Mars-Mann. Für diese Technik ist es unabdingbar, den yogischen Energiekreislauf zu beherrschen, um sich nicht durch einen Energiestau zu schaden.
Die Technik des Energiekreislaufes besteht aus der bewußten Leitung der Sexualenergie. Der Marsmann pumpt durch das Zusammenziehen seines Anus´die Kundalini-Energie sein Rückgrat hinauf; legt die Zunge an seinem Gaumen und läßt die Energie durch seine Chakren bis in seine Hoden hinabfließen. Dort beginnt der Kreislauf von neuem.
Legt der Marsmann seine Zunge an den Gaumen seiner Frau, können sich die Energiekreisläufe der Sexualpartner miteinander verbinden. Die Sexualenergie kann dann einen Kreislauf durch Penis, - Vagina, -Wirbelsäule,-Gaumen,- Zunge & Chakren vom Marsmann & Frau bilden.
Der Genuß, den Marsmann und Frau so erleben, ist von so großer Schönheit; der Marsmann kann durch diese Technik sehr viel Energie gewinnen, ohne dabei ein Vampir zu sein. Diese Technik sollte nur geübt werden, wenn Marsmann sein Herzchakra öffnen kann.

Nachgefragt (Auszug aus einem E-Mail-Kontakt):

STS: Claas, offenbar hast du diese Technik selbst ausgeübt. Hat gleich alles beim ersten Mal geklappt?
Fürst Claas vom Mars: Ja, ich habe diese Tantra-Technik praktiziert. Das erste mal vor über elf Jahren. Damals hatte ich KEIN geöffnetes Herzchakra und KEINEN funktionierenden, fließenden Energiekreislauf. Das Ergebnis war ein Energiestau, Schmerzen in den Hoden, Verspannung und Verwirrung.
Ich habe vor zwei Monaten wieder mit dieser Technik begonnen und bin überwältigt. Es ist Wahnsinn. Beschreiben? „Wir sind eins, wir sind keins, halt halt, bleibe standhaft in deinem Entzücken, falle nicht ohnmächtig in den köstlichen Küssen" (Liber AL). Das ist wirklich irre. Ich habe mich noch NIE beim Sex so verbunden mit einem Menschen gefühlt.

Noch NIE so EINS. Literatur dazu gibt's von Mantak Chia. Das Buch heißt „Tao Yoga der Liebe, der geheime Weg zur unvergänglichen Liebeskraft“ und ist im Ansata Verlag erschienen. Mantak Chia schreibt in diesem Buch jedoch nichts über die Ejakulation während des Menstruationszyklusses. Er beschreibt die Technik des Zurückhaltens der Ejakulation.

Diesen Sommer hat sich mein Herzchakra geöffnet. Ich weiß aber nicht warum. Ich weiß nicht, wie´s passiert ist. Es war zuerst wie ein Loch in der Brust. Wie ein Vacuum. (Es ist mir nicht beim Yoga passiert, sondern mitten in Hamburg, auf der Straße und für zwei Wochen habe ich mich so offen gefühlt, daß ich es wirklich fast nicht ertragen habe.) Ist natürlich ein doofer Rat, wenn ich schreibe, man müsse es öffnen, und ich kann nicht sagen wie. Eines, was mir glaube ich dabei geholfen hat, ist das Tragen eines CHRYSOPRASEN, ein grüner Heilstein, der besonders gut für Herz und Hoden ist.

STS: Danke Claas! Dieses Zitat für dich: „Ich bin über euch und in euch. Meine Ekstase ist in eurer. Meine Freude ist, eure Freude zu sehen.“ (I/13, Liber Al vel Legis)
Alles Gute und weiterhin viel Erfolg!