Die Zeit vor dem Camp war erschüttert mit den Schreckensnachrichten der Flutkatastrophen. Kurze Zeit sah es so aus, daß das Camp ins Wasser fällt, bzw. im Schlamm versinkt. Da die Ziele des Camps aber hochedel, wohl und fein sind, wurden diese von Petrus und seinesgleichen mit guten Wetter bestrahlt/belohnt.

Nachdem Gäste und Organisatoren eingetroffen sind, wird spontan am Abend ein Freilandaltar auf dem Patz errichtet und ein Feuerritual mit intensiven Räucherungen findet im kleinen Kreise statt. Es hat unter den Beteiligten seine Wirkung. Die Runde ist klein (ca. 10), aber edel. Neue Kontakte verknüpfen sich und weitere Strategien für das Camp werden besprochen. Mann/Frau ist sich einig, daß der Platz ideale Voraussetzungen bietet, auch in Zukunft am Großen Werk zu arbeiten. Frater Pluto erscheint mit Gefolge in der Nacht.

Freitag der 17.08
Erwachen des Platzes ist um 7:30. Die ersten Frühgeister erfreuen sich der aufgehenden Sonne und der taufunkelnden Schönheit des Platzes. Kaffeeduft bewirkt die erste Versammlung. Der Tag beginnt für die CAMPLER wie im Urlaub, für das wesentliche ist gesorgt. Bleibt nur zu wünschen, daß der Geist des Camps sich belebt. Die Delegation vom R.A.U.R. erscheint im Pontiac und nistet sich ein. Neue frei fliegende Gäste lockern das Gesamtbild. Es bildet sich ein Haufen, der fröhlich daherschnattert. Mittlerweile ist eine kleine Zeltstadt entstanden.

Abgesandte des Celtsun Wicca parken ihre Besen, mischen sich unters Volk und reden einfach überall mit. Der Koch erscheint mit irrem Lachen, auf seinem Esel sind klappernde Töpfe und Taschen mit geheimnisvollem Inhalt. Er baut mit Drohungen und unter Applaus seine Notküche auf und beginnt mit siegessicherem, teuflischem Blick, seine neuesten Krimirezepte umzusetzen...

Gegen 21:00 ist es soweit, das Camp wird offiziell eröffnet. Ein völlig überdrehter Mstr. Raphael spricht die Begrüßung und trägt das Ziel und die Absichten des Camps vor. Mindestens die Hälfte von dem, was er sagen will, vergißt er. Die beabsichtigten Arbeitskreise werden vorgestellt. Zwei Redner (Thelema Society, R.A.U.R.) haben Vorträge ausgearbeitet und sie auf Samstag terminiert Die Versammlung des Dachverbandes Concilium GENA wird auf Samstag 14.00 festgelegt.

Für Auflockerung und Bewegung sorgen tanzende Hände auf Trommeln. Unterstützt werden sie durch den schnarrenden Klang der Didgeridoos. Die erste Nacht am großen Feuer unter einem sternenklaren Himmel, Vollmond beleuchtet, ist ein magischer Urlaub für die Sinne. Die Nachtluft ist geschwängert von den Räuchermischungen der Gäste, die sich mit dem Duft des Waldes vereinen. Hörner werden mit lieb gemeinten Hinterhältigkeiten (oder auch nicht) geweiht und gehen auf Reisen.

Samstag der 18.08
Das Brodeln der Kaffeemaschine um 7:30 tut seinen Dienst und versammelt Belebungswillige. Der Tag beginnt sonnig und entspannt. Die Thelema Society landet zu Wasser, zu Lande und in der Luft (in einem blauen Benz) und nimmt Teil. Sie bereichert das Camp mit einem Infostand für magische Hilfsmittel. Kurz nach ihrer Landung sieht man eine Gruppe Shaktis der Thelema Society, die im Schatten die Praxis der Vipassana-Meditation üben. Um 13:00 findet eine Versammlung statt. Der Ablauf des Tages mit Uhrzeiten für die Vorträge etc. wird bekannt gegeben.

Die Arbeitskreise bilden sich und beginnen ihr Werk. An dieser Stelle dankt die COMMUNITAS SATURNI ganz besonders den wertvollen Hinweisen eines Bruders der Thelema Society, sowie für die kompetente Unterstützung der ehrenwerten Schwester Arwesa bei der Ausarbeitung des Mercurrituals, die ihr Wissen nicht nur als Schwester der CS zur Verfügung stellt, sondern auch im R.A.U.R. wirkt. Das Ritual wird in einem immer größer werdenden Kreis von Interessierten vorbereitet und in Einzelheiten bestimmt. Es finden sich um 18.00 Uhr ca. 15 Personen ein, die mitwirken. Die laufende Kamera hindert die Teilnehmer nicht daran, in ihrer Natürlichkeit das Ritual zu halten, so daß es sich belebt.

Während dieser Arbeit richtet der Arbeitskreis den Feuer/Festplatz für die Nacht her und dekoriert ihn mit den Dingen, welche die Natur zur Verfügung stellt (Steine, Blumen, Baumstämme, etc.) Der Platz wird zum Wohle der Gemeinschaft / des Planeten nach Fertigstellung magisch geweiht. Das Filmteam schlägt erbarmungslos zu und beobachtet mit Kamera eitle HEXEN, die albern gackern, während sie nicht entscheiden können, was sie zur Nacht anziehen werden.
Im Anschluss des Mercurrituals bereitet die Communitas SATURNI ihr 100Jahresritual vor, das im 3ten Herbst abgehalten wird.

Es ist das ergänzende Ritual des Frühjahrs, das die Gesetzte Saturns versinnbildlicht. Weitere Dekorationen der CS mit magischen Gegenständen tauchen den Platz tiefer in die Welt ein, in der wir uns zu Hause fühlen. Es ist sichtbar geworden, was magisch, geheimnisvoll und funkelnd ist.

Der Klang der Trommeln der TS hüllt den Platz ein. Ein paar mutige tanzen dazu. Gegen 22.30 brennen die Flammen dank des Feuermeister Bruder CAPRICORNUS so entschlossen, daß sie die Nacht erhellen und wir im Licht sitzen, und so beginnt die COMMUNITAS SATURNI Ihr Ritual, das ca. 1 1/2 Std in Anspruch nimmt und aus 3 Teilen besteht. Die Kräfte des Lebens und des Wohlwollens sorgten dafür, daß niedere Wesenheiten nicht anwesend waren und somit keine Energie für Bannungen verbraucht wurde.

Sonntag der 19.8
Das Mantra der Kaffeemaschine verrichtet seinen treuen Dienst und versammelt die Menge zum ersten Kick des Tages. Schnell wird wieder gelacht und gefachsimpelt. Und es wird sichtbar, was in der letzten Nacht passierte. Alle packen gemeinsam an und räumen ohne Anweisung den Platz wieder auf. Welch liebliches Bild!!! Um 14.00 ist die letzte Räucherung und das offizielle Ende. 30 Verbliebene in einer Abschiedsrunde bekommen die Möglichkeit zu sprechen. Zum 1rsten Camp kam Lob und wertvolle Anregung für das nächste Camp, das im nächsten Jahr wieder am gleichen Ort stattfinden wird. Die letzte Szene belohnt das Auge ein zweites Mal.

Man umarmt sich und der Abschied fällt ein wenig schwer.

Vordergrund des Camps
Die Idee, das Camp entstehen zu lassen, geschah vor ca. 1 1/2 Jahren auf der Gastloge der COMMUNITAS SAURNI. Was als Pilotprojekt gelaufen ist, soll sich magisch zum Kult entwickeln. Jährlich im August soll es stattfinden. Ziel ist es, aus den verschiedensten magischen Disziplinen Menschen in Freundschaft auf geweihtem Boden zu versammeln und sie dazu zu bewegen, etwas auf die Beine zu stellen, daß dem Geist des neuen Aeons entspricht.

Ritualprojekt ist die Errichtung eines Freilandaltars an der Feuer/Feier/Feststelle mit Dingen, welche die Natur bietet, sowie die Weihe dieses Platzes, auf das alles, was darauf geschieht, Menschen in Freundschaft verbindet und sie dazu bewegt, am Großen Werk zu wirken. Zu feiern und ein Forum für Information zu schaffen, ist ein weiterer Brennpunkt. Es war so, daß freitags Interessierte anreisten, aber bereits nach kurzer Zeit wieder die Zelte abbrachen. Das Camp lebt von der Initiative der Anwesenden und soll sich auch so entwickeln. Da es zum ersten mal stattfand, steckt es noch in den Kinderschuhen und lernt gerade mal laufen. Jeder, der anreist ist gebeten, sich in einer Weise einzubringen. Sei es mit eigenen Ideen (Vorträge, Stundenworkshops, Rituale), die er verwirklichen will, um dem Tempelbau dienlich zu sein, oder dem Willen, andere bei der Ausführung ihrer Ideen gewissenhaft zu unterstützen.

Das Camp ist auf gar keinen Fall ein Ort für gelangweilte Gemüter, die unterhalten werden wollen. Es ist ein lebendiges Projekt, das von Moment zu Moment entsteht. Wer nur an Ritualen teilnehmen möchte, kann dies gerne tun, darf aber nicht hoffen, in den Zeiten der Ausarbeitung unterhalten zu werden. Zwischen den Angeboten gibt es genügend Möglichkeiten, die Natur zu erleben, in der Sonne abzuhängen bzw. das nahe gelegene Schloß mit seinen Erlebnispfaden zu erkunden. Im Schloß lebt eine Gemeinschaft von Künstlern, die das umliegende Gebiet in ein pädagogisches Erlebnisge-lände verwandeln, das für Besucher Tag und Nacht offen ist.

Die CS im Netz: www.communitas-saturni.de