von Steffen Siegert

Es ist der 15.3. 2001, ich befinde mich im Audimax der Uni Hannover. DIA-Vortragsabend mit Erich von Däniken - kündet es auf den Plakaten, die vereinzelt in der Stadt zu sehen waren. Etwas ungenau, denke ich. Es sind Semesterferien, das Audimax verfügt über 700 Sitzplätze; andere sagen 1000. Trotzdem erfahre ich schon unterwegs - ausverkauft. Leicht entnervt steige ich dann die Treppen zum Saal hoch, werde ich noch reinkommen? Ich sehe dann die erwartete Traube von Leuten, die Bücher von EvD (Erich von Däniken) kaufen wollen und - etwas überrascht bin ich dann doch - Erich sitzt dort, bis fünf Minuten vor Beginn, und er signiert. Energisch sieht er aus, das Gesicht leicht grötet, das Make-up konnte es nicht verhindern.

Hohes Energielevel denke ich, die blaue Anzugjacke, die vielleicht etwas beruhigend wirken soll, bringt´s jedenfalls nicht. Schnell setzt er seine Unterschrift, aber selten vergisst er seinem Gegenüber etwas persönliches zu fragen. Im Moment habe ich mich mehr um mein Hineinkommen zu kümmern. Ihm am Tisch wegen eines Interviews anzusprechen ist aussichtslos. Stehplätze werden noch verkauft, für 20,-DM kann ich nun also dem “Götterforscher” lauschen. Um einen guten Stehplatz abzufangen small-talke ich mit einer “Einlasserin”. Auf einmal finde ich mich in der Funkrtion des Einlassers, sie ist weg, aber das ist eine andere Geschichte. Auf jeden Fall bekomme ich dann doch noch einen Sitzplatz, sehr günstig gelegen, mein Aufzeichnungsgerät wird keine Probleme haben. EvD steht ca. zehn Meter von mir entfernt, leicht an die Wand gelehnt und “überwacht”, dass die Gäste zusammenrücken und kein Platz unbesetzt bleibt. Dann ist offenbar der Punkt gekommen, es ist genau 20.00 Uhr.

Ein Helfer soll das Licht im Saal löschen. Tausend Augen begleiten ihn auf dem Weg zum Schalter - es geht nicht aus, obwohl er es mehrfach versucht und dann verduzt auf EvD schaut. Die Masse fängt das Raunen an. Ein DIA-Vortrag im hell erleuchteten Audi-Max und das bei der Person (EvD), die die großen Technologien der Präastronauten entschlüsselt haben will - ein Unding! Langsam richten sich alle Augen auf EvD, der schon etwas zappelig dieses eigenartige Mysterium beargwöhnt. Was mag er denken? Er macht sich auf dem Weg zum Schalter, es wird ruhiger. Nicht, dass man eine Stecknadel hätte zu Boden fallen hören können, aber es wird ruhiger. Ich denke alle fragen sich jetzt, wird er´s richten?

Einen Augenblick zögert er, der Helfer hatt indessen seine Versuche abgebrochen und kurz zuvor in´s Publikum gerufen “Ich hole den Hausmeister”, dann aber geht EvD´s Hand zum Schalter - und ? Und es wird dunkel! Frenetischer Beifall und befreites Jauchzen auf den Rängen. Ich habe die Assoziation im antiken Kolosseum zu sein und den Begeisterungsrufen beim Einzug der Gladiatoren oder des Cäsaren beizuwohnen. Aber nur kurz, denn jetzt muss er den Schalter wieder loslassen und es wird hell. Alles lacht. Dieses hübsche Technik-Intermezzo werden viele mit “schade, aber witzig” quittiert haben. Irgendwie klappt´s dann doch, und die Veranstaltung kann beginnen.

EvD steht am Rednerpult, der blauen Jacke hat er sich entzwischen entledigt. Jetzt geht es also los. “Meine Damen und Herren sagt er, sie werden jetzt ein paar Dinge hören, die Jahrtausende in der Vergangenheit liegen und damals gab´s keine Handys. Bitte stellt alle Handys ab!” Dieser bemerkenswerte Eröffnungssatz wird mit freundlichem Klatschen quittiert. Warum eigentlich?

(EvD) “Es ist lange, lange her und niemand weiß so richtig, wie lange her, aber es muss viele Jahrtausende in der Vergangenheit liegen, da drehten sich um die gute alte Erde, gewaltige Raumschiffe. Woher will man´s wissen, wenn´s doch lange her ist? Mann weiß es vom alten Indien. Die Inder haben tatsächlich tolle Bücher geschrieben vor Jahrtausenden. Einige der Bücher sind erst in den letzten Jahren übersetzt worden. Und da kann man tatsächlich lesen, es habe eine Zeit gegeben, da hätten sich gewaltige Städte um die Erde herum gedreht. Die Menschen bestaunten diese Objekte am Firnament. Aus diesen Städten heraus seien kleinere Fahrzeuge gekommen. Die alten Inder nannten diese Fahrzeuge Vimanas. Und was sie hier auf der Leinwand haben (wir sehen verschiedene Flugobjekte-STS), ist keine Phantasie. Wir haben Flugingenieure daran gesetzt, wir wollten Satz für Satz analysiert wissen - wie würden diese Flugobjekte ausschauen? Genauso, wie es heute verschiedene Flugzeugtypen gibt, Jumbo-Jets, Helicopter, Militärflugzeuge etc., genauso werden im alten Indien verschiedenen Vimana-Arten beschrieben. Diese Vimana-Art hier, war sehr lärmig. Die Täler hätten erdröhnt, Häuser seien eingestürzt. Andere Vimana-Arten werden beschrieben, die hätten ausgeschaut, wie hier, fliegende Eier. Sie seien völlig lautlos gewesen. Jetzt seien die Menschen erschrocken, wenn die riesigen Schatten in die Täler huschten. Die Tiere seien verstummt, die Vögel hätten aufgehört zu zwitschern, die Menschen hätten sich versteckt, weil sie nie wussten, was aus diesen lautlosen Schatten hervorkomme. Und dann liest man in einem der altindischen Texte: schließlich hätten sich drei dieser gewaltigen Objekte am Firnament versammelt. Es wird immer vom Firnament geredet, nie vom Himmel! Es sei zu einem Streit der Götter untereinander gekommen. Aus einer der Stätten seien gleißend helle Strahlen hervorgebrochen, die Städte seien vernichtet worden und von der Erde habe das ausgeschaut, wie wenn Zehntausende von Sternschnuppen hernieder stürzten.

War das alles Phantasie, sience fiction im alten Indien? Neee! Die Beschreibungen sind zu präzise! Es werden die Metalllegierungen beschrieben, in drei Fällen sogar Gespräche zwischen den Piloten und den Fremden von unseren Vorfahren. Mich erinnert das immer an eine persönliche Geschichte aus den Religionsunterricht. Ich bin katholisch erzogen wurden in der Schweiz. Und ich weiß noch gut, wie ich Knabe war, hat uns der Religionslehrer mal gesagt: < Im Himmel habe es einen Streit gegeben. Der Erzengel Luzifer sei mit seinen Herrscharen vor den Thron des allmächtigen Gottes getreten und habe gesagt: wir dienen dir nicht, worauf der liebe Gott den Erzengel Michael beauftragt habe, den Luzifer und seine Bande aus den Himmel zu schmeißen.> Ich hab´mich als Kind immer gefragt, der Himmel, das ist doch der Ort der absoluten Glückseeligkeit, nach der Mühsaal des Lebens ist man endlich mit Gott vereint. Wie kann es denn so im Himmel Opposition geben? Krach! Streit! Ich hab´s nie begriffen! Seit ich die altindischen Texte kenne, weiß ich, dass hinter diesen Überlieferungen eine ehemalige Wahrheit steckt. Jetzt schreiben die alten Inder, vereinzelt hätten Menschen das Privileg gehabt, seien hochgenommen wurden in diese Städte, und seien dort unterwiesen worden. Ich habe mich gefragt, wenn da was drann ist, dann müssten wir eigentlich Dinge finden im Altertum, die nicht in die Entwicklung passen, nicht in die Evolution, Dinge, die nicht auf natürliche Art und Weise entstanden sind. Ist da was? Ne ganze Menge!”

Im Saal ist es sehr ruhig, nur die Stimme des Vortragenden ist zu hören. Es gibt keinen Versprecher, die Bildabfolge stimmt mit den Sprachsequenzen überein. Die Beleuchtung ist präzise genug eingestellt, die Qualität der Bilder kommt gut rüber und die Botschaft, selbst für diejenigen, die bisher nichts von der grundlegenden Überzeugung Erich von Dänikens gewusst haben sollten, ist in den paar Worten eben klar geworden. Ganz allgemein lässt sich das vielleicht so zusammenfassen:

  • es hat vor langer Zeit Kontakte zwischen Menschen und Außerirdischen gegeben, die Außeririschen haben die Menschen damals auf jeden Fall auch studiert
  • mit dem Kontakt seien Unterweisungen der Menschen durch die sogen. Präastronauten einhergegangen
  • unsere frühen Vorfahren (allg. die Menschen der Steinzeit) haben in der Regel äußerst wenig von den anderen verstanden, sie jedoch immitiert und verehrt, Spuren der Verehrung und der Wiederkunftserwartung finden sich heute weltweit in allen Religionen und in vielen Ritualen
  • es lassen sich knallharte Belege für diese Zusammenkünfte und Einflüsse finden, die unser Bild von der Evolution nachhaltig beeinflussen, soweit sie öffentlich transparent gemacht, diskutiert und anerkannt werden

Dann geht sie richtig los, die erwartete Reise mit EvD.

  • Inhalt: die Belege für das, was da nicht zusammenpasst, einzubringen;
  • Ziel: jene Informationen an das Auditorium zu bringen, die der Zensur unterstehen bzw. Medienverfälschungen unterliegen;
  • Wunsch und Wille: Wachzurütteln, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen und der “Mitnickergesellschaft” zu entsagen.

Aus Platzgründen will ich mich auf ganz wenige Ausschnitte dieser “Belegreise”, die nun ca. 90 Minuten dauert beschränken. Diese Belege sind eh in seinen über 25 Büchern genauer zu finden. Daher will ich hier nur auf den Cargo-Kult, die “Scharrbilder aus Nazca” und die ungeöffnete Platte in der Cheopspyramide eingehen.

Artefakte und Cargo-Kult

Erich von Däniken berichtet zu Beginn über zwei Artefakte. Über die aus dem Jahre 1513 stammende Karte des türkischen Admirals Piri Reis, die auf wesentlich ältere Karten zurückgeht (nach Aussage von Piri Reis) und doch die Umrisse der Kontinente nahezu exakt verzeichnet (Amerika wurde gerade erst offiziell entdeckt). Mehr noch, sie zeigt auch die Antarktis, mit allen Positionen und Küstenlinien. Hinzu kommt, alle Landmassen sind verzerrt dargestellt, aus einer Perspektive, wie man sie sehr hoch über Kairo befindlich, sehen würde. Wer soll das damals nur karthographiert haben? Woher stammen die Informationen zu diesem Zeitpunkt?

Das zweite Artefakt ist die Maschine von Antikythera. Entdeckt wurde sie in einem Schiffsfrack, das nördlich von Kreta gesunken war. Eine Apparatur, mit einer Menge von 72 Zahnrädern, die ca. 2000 Jahre als sind. Eine Skala tauchte auf. Die Verblüffung war perfekt! Ein vollständiges Differentialgetriebe! Diese Apparatur war eine Art Planetarium in Taschenformat. Sie zeigte die Bahndaten der Planeten unseres Sonnensystems, und zwar in Relation zueinander. Bestandteil ist auch die Bahndate des Pluto, der ein Winzling ist und im vorletzten Jahrhundert erst entdeckt wurde. EvD fragt wieder, woher stammen die Informationen?

Dann kommt er zurück auf die Viamas und fährt fort: “Jetzt muss ich zugeben, in keinem dieser alten Bücher, ob sie nun heilig, oder weniger heilig sind, taucht ein Wort auf, wie Raumschiff oder Außerirdische. Ja, wieso denn nicht, wenn sie sie angeblich gesehen haben wollen!? Sie hatten kein Wort dafür! Und wir heute, sind in der genau gleichen Lage. Versetzen sie sich bitte mal in die Steinzeit zurück. Sie wären jetzt so ein Steinzeitmensch und dann hören sie draußen einen unsagbaren Lärm, und etwas fährt aus den Wolken hernieder. Jetzt können sie nicht zum Stamm rennen und sagen: He, draußen ist ein Helicopter! Sie wissen ja nicht, was das Ungetüm ist. Sie hören das Wappern der Rotorenblätter. Sie sehen, wie die Bäume und Büsche sich im Winde biegen, und sie haben eine schreckliche Angst....Sie können nicht sagen, das da ist ein Propeller, sie wissen nicht, dass da drinnen ein Motor ist und Treibstoff. Sie kopieren nur das Äußere und verehren es. In der modernen Ethnologie nennt man dieses Verhalten Cargo-Kult.”

Der Ausdruck bezeichnet ursprünglich einen mit modernen Gütern und Waren verbundenen Kult der australisch-melanesischen Eingeborenen. Konfrontiert mit europäischen Forschern, Missionaren und Händlern, lernten die Primitiven eine Unmenge von neuen, begehrenswerten Waren, den Cargo (Cargo = Ladung eines Transportmittels), kennen. Sie begriffen nicht, woher die Güter stammten, da sie nie die Produktionsstätten gesehen hatten. Die Waren mussten demnach von ihren Ahnen und Göttern stammen - wurden jedoch von den Weißen meist teuer verkauft. Der Ausdruck 'Cargo-Kult' kann aber auch generell auf die Verwechslung der Zivilisatoren mit Göttern angewandt werden. Immer, wenn eine primitive Kultur mit einer höheren, technisierten Kultur in Berührung kommt, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die Vertreter dieser fortgeschrittenen Zivilisation dank ihrer unverständlichen Möglichkeiten (Fluggeräte, Sprechfunk etc.) als Götter verehrt werden. (Im Internet finden sich genügend Beispiele für Cargo-KulteJ).

EvD wird dann an etwas anderer Stelle im Vortrag sagen, dass wir, die Menschen, aus den Cargo-Kulten Religionen und eine “unsagbare Kiste der Psychologie draus gemacht” haben. Viele dieser Kulte würden statt auf das Missverstehen von Technologien, von Technologien technologisch fortgeschrittener Wesen, auf das Anhimmeln der Naturgewalten durch die Primitiven, zurückgeführt. Dass alles Mögliche an Unsinn nachgeplappert wird und die Studenten kaum darum herumkommen, wenn sie ihre Scheine haben wollen, konstatiert er. Und: “Wir haben offenbar verlernt zu sehen, was zu sehen ist. Wir dürfen nicht mehr sehen, was zu sehen ist” Das verdeutlicht er an der Grabplatte von Palenque, die er als Darstellung eines Außerirdischen in seinem Raumschiff interpretiert. Das ganze funktioniert nun aber nur so richtig, wenn er die Platte nicht als Längsbild, sondern als Querbild sieht. EvD sagt: “Mir macht man zum Vorwurf, und zwar ganz vehement. es sei nicht in Ordnung, wenn ich meinen Gästen diese Platte als Querbild zeige. Die Platte als Längsbild sei die einzig zulässige Art und Weise!

Und jetzt bin ich, und ich gestehe das hier ganz offen, vor diesem schönen Auditorium, ein Phantast. (Stimme erreicht ein Niveau pathetischer LangsamkeitJ) Und ich möchte nur zu bedenken geben: es sind die Phantasten, die die Welt in Atem halten, und nicht die Erbsenzähler. (tosender Applaus)
Wenn man von mir verlangt, nur so darf man´s sehen, nur das ist die Betrachtungsweise, geht meine Phantasie natürlich durch. Ich nehm sie schnell mit auf eine phantastische Reise, wir kommen nachher zurück.”

Im gleichen Augenblick sieht man auf der DIA-Wand, wie die von EvD mit Farben versehene Grabplatte von Palenque unten Feuer fängt, sich aus der Verankerung löst und los in den Weltraum startet. Eine wirklich sehenswerte und lustig wirkende Animation. Während EvD mit seinen Gästen im Audi-Max nach Asien rauscht, wende ich mich jetzt Nazca zu.

Nazca

Wer hat nicht schon von Nazca gehört, und falls der Name nicht mehr in Erinnerung sein sollte, an die riesigen Scharrbilder, die man nur vom Flugzeug aus erkennen kann, erinnert sich bestimmt jeder. Worum geht´s in Nazca?
Das Städtchen Nazca liegt 470 km südlich von Lima, Peru. Am Boden - ausgetrocknete Bodenflächen, weit und breit. Aus der Luft betrachtet aber, ein unglaubliches Panorama - das grösste Bilderbuch der Welt.
Auf einer Fläche, die sich über mehr als 500 Quadratkilometern erstreckt, 60 km lang und bis 15 km breit, ist die Ebene von Nazca (Pampa von Nazca) im Süden von Peru durch in den trockenen Erdboden eingegrabene Linien bedeckt, die vom Erdboden aus weder überblickt noch gedeutet werden können. Schnurgerade Linien finden sich, oft kilometerlang über Berg und Tal führend, pistenähnliche Flächen, von denen eine 1,6 km Länge und 70 m Breite aufweist, gibt´s zu bestaunen. Und nicht zuletzt, die riesigen Zeichnungen ("Scharrzeichnungen"). Zum Teil handelt es sich um riesige Tierbilder (Affen, Spinnen, Delphine) mit Längen von 50 bis 300 Metern sowohl in den Bodenflächen als auch an den Berghängen.

Der Chronist Cieza de León hörte um 1550 von den Linien, der US-Amerikaner Paul Kossok fotographierte sie 1939 bei einem Überflug und gilt seither als Wiederentdecker der Bodenzeichnungen. 1941 und permanent seit 1946 nahm die aus Dresden stammende spätere Peruanerin Maria Reiche (1903-1998) eine jahrzehntelange Arbeit auf, die dem Schutz und der Kartierung der Bodenstrukturen diente; ihrer Arbeit ist zu danken, dass die Denkmäler nicht durch Vandalismus und Unkenntnis zerstört wurden.

Das Welt-Rätsel Nazca ist zu Fuß oder im Auto nicht erkennbar, die grandiose Sicht erhellt sich erst aus dem Flugzeug. Dem Betrachter auf dem Boden zeigt sich nur eine rostbraune Wüstenfläche aus verhärtetem Sand und kleinen, braun-schwarzen Schottergesteinen. Diverse und skurrile Erklärungsversuche hat es zum Rätsel um Nazca gegeben. Nazca sei ein "antiker Sportplatz", ein "Beschäftigungsprogramm für Indios", eine Teppichherstellungsanlage, ein Bewässerungssystem, ein riesiger astronomischer Kalender u.v.a.m. Der Fotograf und Pilot Jim Woodman glaubt, die Zeichnungen seien mit Hilfe von Heissluft-Ballons konstruiert und überschaut worden. Er hat´s selbst mit einem solchen Ballon versucht, Ergebnis: unsanfte Landung für ihn, den Ballon und diese Theorie. Nichts ist bis heute sicher herausgefunden worden. Gegen alle Thesen finden sich zu viele Einwände.

Erich von Dänikens Überlegung: Könnten die verschiedenen, in den trockenen Boden gekratzten Linien und Figuren nicht von den Eingeborenen nachträglich in dieser Vielfalt geschaffen worden sein, um die "Götter" damit wieder herbeizurufen. In diesem Sinne würden die Linien, Flächen und Figuren eine Schrift darstellen, Zeichen von Göttern, übermittelt an die Menschen für den erneuten Kontakt mit den Göttern. Da ist er, der Gedanke, den er im Verlaufe des Abends immer wieder anbringt: wir, die frühen Menschen, sind in der Steinzeit auf sie getroffen, haben nichts so richtig begriffen. Gereicht hat´s noch dafür, einige von den Göttern übermittelte Tipps zu verinnerlichen. EvD sagt. “Das mit den Göttern ist nicht meine Idee, lesen sie Strabo, Plato, Herodot etc.” Der Götterbegriff ist hier immer austauschbar mit dem Begriff der Präastronauten, jenen höher entwickelten Wesen, die die Erde früh besucht haben. In diesem Falle wären die nur von oben sichtbaren rätselhaften Markierungen Spuren einer Art von "Cargo-Kult" vorgeschichtlicher Indianervölker.

Während wir mit großen Augen den DIA´s zu Nazca folgen, macht EvD eine Ankündigung. Meine Damen und Herren, sagt er, was Nazca betrifft, ich verspreche ihnen, sie werden auf Bildern immer Figuren finden, Figuren, Figuren, Figuren. Und auch Linien und Pisten in der peruanischen Ebene. “Dieses Bild aber, das ich ihnen gleich zeigen werde, das werden sie nicht in den Büchern und ebensowenig in den Medien finden. Fragen sie sich, warum! Die Öffentlichkeit könnte ja anfangen zu denken!” Und dann sehen wir das peruanische Hochgebirge aus der Luft. Dort sind geometrisch gestylte Linien und Flächen in enormen Ausmaß zu sehen, die tatsächlich eine Assoziation auf Fluglandebahnen normal erscheinen lassen. Das Besondere: hier sind scheinbar ganze Gebirgsspitzen, Bergkronen, ja Bergmassive eingeebnet worden. Und das in der Steinzeit!? EvD bemerkt nebenbei, dass er nie behauptet hätte, dass es Landebahnen von Präastronauten gewesen seien, aber dieser Assoziation könne er sich nicht verwehren, und eines sei sternenklar, der Adressat, habe fliegen können müssen!

Mittlerweile hat man nur vom Flugzeug aus überschaubare figürliche Zeichnungen auch anderorts gefunden. In Mollendo (Peru), in Antofagasta (Chile), in Saudi-Arabien und ebenso in Kasachstan.

Eine Story wird uns zu Gehör gebracht. “Eines Tages morgens um 7.00 Uhr klopfte es an meiner Tür. Ich war erschrocken, draußen standen zwei Polizisten, schwarze Augen, schwarze Haare. Jeder hatte so´nen alten Karabiner umgehängt und sie fragten mich. Sind sie der Herr von Dänicken? Ich, si, si, warum? Mein erster Gedanke war, du bist verhaftet. Man wird immer am Morgen verhaftet, Gott weiß warum. (Gelächter). Sie haben mich dann gebeten mitzukommen. Ich hab nur ein T-Shirt angehabt und so eine kurze Hose und habe noch die Sandalen übergestreift und bin zwischen diesen beiden Polizisten durch das Städtchen dort gelaufen. Beinahe im Gleichschritt. Und dann kamen wir zum Haus des Bürgermeisters. Da war alle schön gemacht, alles aus Holz und der Garten war voller Menschen dort. Am frühen Morgen! Und es waren auch viele Schulklassen, sodass die Lehrer, die meiner ansichtig wurden, anfingen zu singen. Das war das erste Mal, dass ich glaubte, du, das ist keine Verhaftung, das muss irgendwas anderes sein. Aber ich hatte immer noch nen schweren Schädel vom Abend. Und dann kamen andere Indioburschen und servierten dauernd Cusco - das ist das Lokalgesöff. Entsetzlich! Dann fängt man an zu schwitzen usw. und dann jeder gratuliert und gratuliert - und ich auch...der nächste. (Gelächter) Irgenwann hielt der Bürgermeister eine Laudatio und hat alle Theorien, die es über Nazca gibt, aufgezählt. Also Dr. Reiche erzählt das, dieser das, ein anderer jenes. Und dann kam er auf mich zu sprechen und sagte. >Und der Herr von Däniken, der hier sitzt, der meint, es habe was mit Außerirdischen zu tun. < Und dann wendet er sich an seine Gemeindemitglieder und sagt. (ohrenbetäubendes Klatschen und Heiterkeit). EvD hat diese Vorträge hunderte Male gehalten, er weiß es den Spannungsbogen zu akzentuieren und in der richtigen Situation Unterhaltsames belustigend einzubringen. Ein Paradebeispiel für Rhetoriker denke ich. 40 Jahre auf der Präastronauten-Piste, hunderte von Vorträgen, Forschungsreisen und Besichtigungen rätselumhüllter Stätten der Menschheitsgeschichte - was soll ich sagen, sein Herz ist voll, nette Geschichten unterhaltsam. Die Leute klatschen sich auf die Schenkel, manch offene Frage lässt sich eben nicht so ohne weiteres aushalten!

Saurit und die Cheops-Pyramide

Erich von Däniken beginnt damit, die normale Geschichte, die man heutzutage in Ägypten aufgetischt bekommt, darzustellen. Im Bauwerk drinn gibt’s nur zwei Räume. Oben die Königskammer, tiefer unten die kleinere Königinnenkammer und im Erdreich, genau genommen im Fels drinn, gibt es die sogen. unvollendete Grabkammer. Dann sind da noch Korridore zu den Kammern. Das ist alles. Der gesamte Rest, so die Fachwelt ist kompakter Stein. Stimmt das, fragt er? Was eigentlich sagen die alten Araber, die arabischen Historiker zu diesem Bauwerk? Es gab im im frühen Mittelalter eine ganze Menge brillianter arabischer Fachleute, die auch heute im Westen noch weitestgehend unbekannt sind -“und ich sag´s ihnen gleich, einfach nicht ernst genommen werden!” Bei den Arabern geht die Geschichte zu der Cheops-Pyramide so (Zusammenfassung von mir, StS):

Noch vor der Flut seien himmlische Barken, die Himmelsschiffe der Götter, hernieder gestiegen. Herausgekommen seien die Lehrmeister, die Schulen für die menschlichen Primitivlinge errichteten. Als intelligentester der damaligen Menschen habe sich “Saurit” erwiesen. Die arabischen Historiker vermerken, dass Saurit identisch mit dem “Henoch” der Hebräer sei. Einer der zehn Patriarchen im Alten Testament heißt Henoch. Nach biblischer Überlieferung sei er der erste Mensch gewesen, der die Erde in einem feurigen Wagen verlassen habe. Die himmlischen Lehrmeister haben Saurit das Schreiben beigebracht, er selbst habe dreihundert Bücher von ihnen diktiert bekommen. Saurit erfuhr von einem der Lehrmeister, dass eine schreckliche Flut kommen und alles Fleisch vernichten werde. Auf Nachfrage erfuhr er, dass einige Menschen überleben würden und es schien ihm sinnvoll, dass diese dann doch nicht vollständig von vorne beginnen müssen, ihnen die Bücher zu hinterlassen. Er bat daher um die Erlaubnis, ein monumentales Gebäude mit vielen kleinen Kammern für die Bücher errichten zu können. Das haben sie ihm gewährt und haben ein bißchen bei der Planung mitgeholfen.

In Ägypten und in der westlichen Welt wie gesagt, wird das alles als Unsinn befunden. Wir kennen die Pyramide, sagen sie. Da gibt´s keine Geheimnisse mehr.

EvD zeigt dann Bilder vom Innern der Pyramide. Wir sehen einen 118 Meter langen Gang im Felsgestein, der in einen unvollendeten Raum führt. Keiner kann sagen warum. In der Königinnenkammer befinden sich zwei kleine Löcher mit 20 Zentimeter Seitenlänge in der Wand. Diese kennt man erst seit Ende des vorletzten Jahrhunderts. Entdeckt wurden sie von dem Engländer Mr. Smith, der damals Zentimeter für Zentimeter die Wände abklopfte. Und hinter dem Loch zeigte sich ein Schacht dem die Fachwelt, so EvD, die Funktion zuspräche, der entfleuchenden Seele des Pharaos nach draußen ein wenig behilflich zu sein. Zudem wurde von allen Fachweltlern erzählt, der Schacht ende nach acht, bestenfalls zehn Metern blind. Wir im Saal hören jetzt eine Menge Argumente Erich von Dänikens dagegen. Es hört sich alles plausibel an. Und dann erzählt er von Rudolf Gandenbring aus München, dem das alles auch nicht ganz geheuer gewesen sei. Dieser wollt´es wissen, bastelte einen speziellen High-Tech-Roboter, der fast an einen Panzer erinnert. Er mußte ohne Funkwellen-Steuerung auskommen, verfügte natürlich über eine Videokamera und einem Laser-Beamer, der Distanzen zur nächsten Wand messen konnte. Währenddessen sehen wir diese Maschine und erfahren anhand der DIA´s, dass die folgenden Bilder nicht aufgenommen und veröffentlicht werden dürfen. Die Altertumsverwaltung in Kairo brauchte Monate für die Genehmigung des Schachtbesuchs durch den Roboter. EvD fährt fort: “Und dann begann ein neues Abenteuer in der Pyramide. Und während sie diese Bilder sehen, muss ihne klar sein, dass dieser Schacht mit der Pyramide entstand. Es geht nicht andersherum. Da konnte nicht irgendwann ein Priester kommen und sagen, jetzt brauchen wir noch einen Schacht. Bei 20 Zentimeter Seitenlänge, da kriegen sie auh keinen Lilliputaner mehr rein, mit Meisel und Hammer (J))))) im Saal). Der Schacht entstand währenddem die Pyramide wuchs... Der Roboter arbeitete sich vor, Meter um Meter, 30 Meter, 40 Meter. Unten in der Königinnenkammer saßen ein Paar Ägyptologen mit dem Herrn Gandenbring zusammen, vor einem kleinen Monitor. Und ihre Gesichter wurden immer länger. Bei 64 Metern trauten sie ihren Augen nicht mehr. Eine kleine Tür, ausgestattet mit zwei Beschlägen, von denen offenbar einer abgebrochen war, kam zum Vorschein. Als der Roboter zurück fuhr entdeckte man das abgebrochene Stück. Es war eindeutig Metall!!! Was machen Sie jetzt? Es wird doch immer gesagt, s gibt in der Pyramide keine Geheimnisse mehr. Wir wissen bis heute nicht, was es ist. Sind das dort Griffe? Soll man sie reindrehen oder rausziehen, oder sehen wir nur die Rückseite von etwas, was ganz anders ausschaut? 21,5 Meter sind es bis zur Außenwand. Genügend Platz für einen Lagerungsraum. Die Tür liegt selbst nicht auf den Boden auf. Rechts fehlt ein kleines Stück, schwarzer Staub quillt hervor. Ein Indiz dafür, dass es dahinter weiter geht. Acht Jahre ist das jetzt ca. her und man hätte doch annehmen können, dass man nach acht Jahren dort mal ein Endoskop durchsteckt, um zu sehen, was sich dahinter befindet. Aber es passiert nichts.

Die Araber haben Unsinn erzählt? Vor zehn Jahren hat ein internationales Team der Vaseta-University in Tokio die große Pyramide mit modernstem Gerät “durchleuchtet”. Der Wissenschaftsbericht liegt vor, er ist geheim. Ich habe ein Kopie davon. Im Wissenschaftsbericht sprechen sie von einem ganzen Labyrinth von Kammern und Gängen!”

Im Saal wird mittlerweilen jedem klar, dass das Präludium abgeschlossen ist, die Ouvertüre EvD´s, beginnt:

“Die Öffentlichkeit wird seit acht Jahren alle paar Monate von neuem angelogen, aber es scheint ihr völlig wurscht zu sein! Ich verstehe hier unsere Journalisten nicht. Wenn´s um was Politisches geht, kommt die Wahrheit scheibchenweise ans Licht. Aber hier gehören sie mit zur Mitnickergesellschaft”. Naja der Herr Professor hat gesagt, Punkt!”

Auf welcher Welt leben wir eigentlich? Das deutsche Wort Wissenschaften kommt von Wissenschaft. Hier passiert überhaupt nichts. Warum? Man will nicht! Es geht hier nicht um die Technologie. Wir wissen, wie man weiterkommt, es geht hier nicht um Geld! Wir haben genug Geld! Man will die Türe nicht öffnen! Noch vor vier Monaten sagte der Chef der Altertumsverwaltung in Kairo : . Wenn man aber so sicher ist, dann kann´s man doch vor dem Auge der Weltöffentlichkeit öffnen! ...Wer das nicht will, der will was verheimlichen, der betreibt schlicht und einfach Zensur. Es führt kein Weg daran vorbei. Und wenn sie es heimlich machen, was zu befürchten ist, dann werden sie uns später mal tolle Bilder zeigen und werden dann verkünden: ´naja, wie erwartet, es war nichts dahinter`, dann glaube ich ihnen kein Wort mehr. Die ganze Glaubwürdigkeit ist futsch. Es geht hier nicht um Ägyptologelei und ägyptischen Nationalstolz. Das ist das Erbe der Menschheit! Die halbe Welt zahlt dafür, auch von seiten der Archäologie, der Unesco etc. Und das Gewissen der Welt, kündet von einer Menscheit ohne Zensur, unsere Verfassungen enthalten das Recht auf freie Meinungsäußerung. Die Menschheit sollte ein Anrecht darauf haben, dass diese Tür vor der Weltöffentlichkeit geöffnet wird!

Wer verhindert´s eigentlich? Religionen! Im Christentum haben wir ja ein paar sehr sehr rechthaberische Sekten. Das gibt’s leider auch in der arabischen Welt. Da gibt´s ein paar fundamentalistische Gruppierungen. Und die wollen nicht! Die sagen: vielleicht haben die alten Araber recht, und da sind Schriften dahinter. Stellen sie sich mal vor, da taucht dann wirklich ne Papyrosrolle oder so was auf. Dann werden sie natürlich fragen, he, was stand denn darauf? Sie lassen nicht mehr los mit Fragen. Sie wollen wissen, was da aufgeschrieben war. Irgendwann muss die Übersetzung ans Tageslicht kommen. Und es wäre eine Katastrophe, wenn der alte Herr Saurit recht hätte. Eine Katastrophe für die Religionen und unser ganzes evolutionäres Denken. Es gibt diese Rätsel in der Welt, man kann sie belegen, mit knallharten Fakten.”

Eine tiefe Brustatmung folgt.
Er erinnert uns an die sogenanten Kulturvölker, die heute noch leben und tausendjährige Geschichte hinter sich haben und die wie bei einer Zeitreise ihre Geschichten von der Vergangenheit in die Gegenwart gebracht haben. Beispiele wie an einer Kette aufgezogene Perlen werden aufgezählt, die “Puppen” der
Hopi-Indianer, Arizona, USA, die an Astronauten-Overalls erinnernden Ritualgewänder des Kayap-Indianerstammes am Rio Fresco zur Erinnerung an den Kulturbringer-Gott Bep-Kororoti u.v.a.m. - alles Zeichen, die den Wiederkunftsgedanken repräsentieren. Weltweit könne man auf diese Zeichen stoßen, sagt er. Weltweit habe er aber auch eine üble Festellung gemacht. Zwei grobe Sorten von Menschen fänden sich: Die eine Sorte ist religiös. Ihre Überzeugung - der liebe Gott habe alles gemacht. Pflanzen und Tiere, aber als Krone der Schöpfung, erschuf er uns Menschen. Die andere Sorte kenne natürlich die ganze Evolution, Mutation, Selektion etc, aber an der Spitze der Spirale, stünden wir, die Menschen. “Haben sie schon mal gemerkt (sagt er), dass in beiden Fällen, ob Krone der Schöpfung, ob Spitze der Evolution - wir sind die Größten und Tollsten. Sowas Sensationelles wie uns gibt´s ja gar nicht mehr im ganzen Universum. Wir betreiben Nabelschau! (Stimme geht leicht hoch) Heute haben wir ein egozentrisches Weltsystem. Wir halten uns für das Tollste im Universum. Wir wollen keine Außerirdischen. Die kippen unsere Einzigartigkeit! Das ist ein psychologisches Problem! Besonders Wissenschaftler und Journalisten leiden darunter. Irgendwann haben wir aber Kontakt. Und dann - der Götterschock!

Den darauf folgenden Ausführungen entnehme ich, dass EvD wissen möchte und nicht glauben, dass er persönlich dabei “seinen lieben Gott” nie verloren habe. Mit Gott meine er aber grandiosen Geist der Schöpfung und nicht irgendein Wesen, welches in “irgendeinem Fahrzeug herumfurzt und raucht und bebt und stinkt und Sand aufwirbelt etc”. Was er betreibe habe nichts, aber auch gar nichts mit irgendeiner neuen Religion oder einer Sekte zu tun. “Glauben müssen sie überhaupt nichts. Ich drehe mich noch im Grab um, wenn irgendwelche Spinner daherkommen und aus diesem Gedankengut irgendsoetwas wie eine Sekte machen. Das ist das Hinterletzte! Wir haben eine Reihe von hervoragenden Indizien, es gibt auch eine Reihe schlechter Indizien. Einige sind schon rausgeflogen, weil sie unbrauchbar waren, andere wird man noch rauswerfen, neue werden dazukommen. Es geht um ein Modell. Das Modell ist modern und man sollte dies in dieser Gesellschaft des 21. Jahrhunderts in aller Öffentlichkeit, ohne ausgelacht zu werden, behandelm dürfen...Warum finde ich das alles so wichtig? Weil wir auf der ganzen Welt den Wiederkunftsgedanken auffinden können...bei allen Völkern und Religionen, ob nun Jesus, Mani, Messias oder sonst was! Im Gegensatz zu vielen anderen befinde ich das Volk für absolut aufgeweckt und es braucht keine Zensur! Und wenn sie fragen, warum sollen denn Außerirdische überhaupt gekommen sein, dann frage ich zurück: warum denn nicht? Wir sollten bei allem kritischen Geist wieder mehr lernen zu fragen: Ja, warum denn eigentlich nicht!?”

Während dieses Schlußakkordes hatte er den Mann am Lichtschalter zugerufen: “Wenn sie mich hören, können sie wieder Licht machen!? Mal sehen ob´s diesmal klappt”. Es klappte auf Anhieb. - Gejubel im Saal -

Unten im Foyer werden wieder Bücher verkauft und EvD signiert. Das neue Video, das er seit vier Tagen hat, wird zu 30 DM verkauft. Ich ergattere eins. Lange Zeit hat er sich gegen soewas gesperrt, sagt er. Bei den Vorträgen sei er immerhim live. Aber nun mit 66 Jahren, sei abzusehen, dass er diese Vortragsreisen nicht mehr mit dieser Vehemenz betreiben könne und daher das Video. Oh ja, diese Vehemenz, Eindringlichkeit und Offenheit ist wirklich beeindruckend. Ebenso dieses so viele Jahre zähe und kreative Verfolgen einer zentralen Idee. Schade nur, dass der Vortrag keine Diskussionsmöglichkeit einschloss. Ich hätte mich gerne spezieller über sein Götterverständnis unterhalten. Ein junger Mann vor mir zeigt ihm ein Bild. Worauf er hinaus will ist ein genetischer Aspekt, der seit neuestem bekannt sei und eine 1:1 Übertragung zu diesem Bild liefere. Däniken darauf hin: “Die Astronauten haben damals in das menschliche Genom eingegriffen und auch in das der Tiere”. Dann Trubel. Er will sich vom Platz machen, als sei er ein Rennpferd auf der Weide. Aber die Bändiger sind da. Ein paar Fotos mit EvD lässt er noch zu. Obwohl ich zuvor von einem seiner Begleiter erfahren hatte, dass genügend Journalisten ungeduldig in einem Hotel warten, frage ich ihn nach einem Interview. Antwort: “Ach Interviews, ich habe keine Zeit dafür, ich will forschen” und galoppiert geradezu davon.

Quellen:
-Vortragsabend mit Erich von Däniken am 15.3.2001 im Audimax der Uni Hannover,
-Video ”Erich von Däniken-Die grossen Rätsel dieser Welt, Vortrag 2001”
-diverse Internetseiten, so z.B. http://www.daniken.com