Die inoffizielle Version:

Das Kebab-Komplott: die wahren Hintergründe des WGT©

Was von Anfang an war,
was wir gehört haben,
was wir mit unseren Augen gesehen haben,
was wir geschaut und was unsere Hände angefaßt haben,
das verkünden wir: das Wort des Lebens.

(1. Brief des Johannes)

Sicherheitshinweis: Bevor Du diesen Text liest, schließ die Fenster, verriegel die Wohnungstür, weihe Dein Handy und nimm Deinen Rechner vom Netz.

Das Wave-Gothic-Treffen sorgt immer wieder für Spekulationen über Hintergründe und Absichten der Schwarzen Szene.

Jedes Jahr zu Pfingsten in Leipzig findet es statt: Scharen Schwarzgekleideter fluten das Straßenbild. Überfüllen erbarmungslos jede Kneipe, jeden Club und jedes verfügbare öffentliche Verkehrsmittel. Wenn sie nicht lebhaft lärmend, geschäftig klingelnd und ordentlich benietet von einem zum nächsten Event eilen, verdunkeln sie das Grün der Wiesen und Parks. Das europaweit größte Treffen der Gothics hat sie in die sächsische Metropole gelockt, sollte man meinen.

Doch hinter der harmlosen, dunklen Fassade ist ein noch viel dunkleres Geheimnis verborgen.

Ein Report von Agent S. O. Fox und 00Gierdahl

In unserer heilen Welt ist kein Platz für Unerklärliches, für dunkle Machenschaften und die Abgründe des Bösen wie Falschparken, unverzollten Zigarettenhandel, bei Rot über die Kreuzung gehen.

Doch das Böse schläft nicht und hinter der Fassade normaler Alltäglichkeit arbeiten Verschwörungen, die unsere zarte Ordnung, die Blüte menschlicher Zivilisation, ins Chaos zu reißen drohen. Eine unheilige ‚Alliance of Lies' (A.O.L.) schickt sich seit 12 Jahren an, Europas Antlitz zu verunstalten und Schlimmeres gar: manche munkeln, zu zerstören. Heute läuft eine Maschinerie des Grauens auf Hochtouren, deren Kapazitäten die Bundesregierung (ok, das ist nicht schwer) und die Weltbank wie eine Dorfmannschaft dastehen lassen.

Wir waren Pfingsten vor Ort, um hinter die Fassade subkultureller Ausgelassenheit zu blicken und das Grauen unter die Lupe zu nehmen.

Was treibt sie an? Was ist das für ein Synergieeffekt, der aus der einfachen Idee, die Szene nach dem Abgang der DDR zusammenzuhalten, das weltgrößte Gothic-Event werden ließ? Und weshalb Pfingsten? Weshalb ausgerechnet in Leipzig? (Ob es wirklich reiner Zufall ist, daß 93% der U.S. Amerikaner glauben, die potentielle Olympiastadt 2012 liege im Irak?)

Pfingsten, ein zentrales Fest der Christen, ist der Abschluß des Osterfestkreises, also eine Bekäftigung: hier geht ein Zyklus zu ende. Alljährlich zu Pfingsten wird mitten im Herzen Europas das  schlechthin schwarze, heidnische, antichristliche, ja satanische Fest gefeiert! Der Termin ist ein infernalischer Abgesang auf die alte Welt, die untergehen muß.

Deutlicher kann denn auch die ideologische Aussage des WGT nicht formuliert werden.

Das Zentrum des WGT ist das agra–Messegelände: die jedem Leipziger bekannte Location der Zurschaustellung landwirtschaftlichen Fortschritts im Süden der Stadt – eine zeitgemäße Adaption archaischer Fruchtbarkeitsriten, die während der gesamten Dauer des Events eben dort ihre Aufführung finden, wo der logistische Kopf der Organisation ebenso installiert sind wie das pumpende Herz, die Konzert- und Messehallen der Veranstaltung!

Wo sonst friedliebenden Leipzigern und EU-konformen Landwirten die dicksten Kartoffeln, die längsten Maiskolben und die prallen Euter von Hochleistungskühen präsentiert werden, feiern dieser Tage Bands wie Laibach, DAF, Tiamat, Coph Nia,The Fair Sex und Schandmaul ihre schwarzen Messen! 20.000 Watt Unterleibstimulation. Der Sabbat der Endzeit lockt Besucher aus Europa, Osteuropa und Japan.

Was geht hier vor sich? Der Ort der Völkerschlacht von 1813 gibt Rätsel auf.

Die Büchse der Pandora

Sie sind flächendeckend installiert: alle  paar Kilometer findet sich eine dieser unspektakulären, spartanisch designten Campingwagen und Ladenwohnungen, die sich neben den offiziellen Veranstaltungsorten des WGT als die weit wichtigeren Locations entpuppen: Die Dönerbuden –der ruhende Pol, die graue Eminenz hinter dem Spektakel, das planmäßig und effizient jede öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Unsere Agenten waren in der Lage, zu verifizieren, was bislang nur durch unbestätigte Gerüchte nahegelegt worden war:

Hier, in diesen als türkische Imbißbuden getarnten Brutstätten werden die Gothics gezüchtet!

Vorablieferungen können sporadisch und über das Jahr verteilt vorsichtig emittiert werden. Aber alljährlich im Frühsommer, wenn die Gothics reif und die Lager übervoll sind, müssen die Bestände abgebaut werden. Tausende Schwarzgewandeter warten darauf, aus den kleinen, verteilt installierten Produktions- und Lagerstätten ausgeliefert und deutschland- ja europaweit distribuiert zu werden.

Das ist eine Aufgabe, die logistisch Anforderungen auf höchstem Niveau stellt – zumal dieser Prozeß unter dem Siegel der Verschwiegenheit, an der ahnungslos gehaltenen Öffentlichkeit vorbei und praktisch unsichtbar vonstatten gehen muß.

Es ist deshalb eigentlich nicht verwunderlich, wenn die – europaweit übertragbare – Lösung des Problems in Leipzig entwickelt wurde, einer Stadt mit tiefreichender esoterischer, ja okkulter Tradition: Das beste Geheimnis Fnord ist immer das, welches vor den Augen Fnord der Öffentlichkeit liegt. Fnord.

Wir hätten gern andere Highlights beschrieben, uns lieber unbeschwert in den Trubel sinken lassen. Wir hätten... allein wir konnten nicht. Waren wir denn zum Vergnügen in den Vorhof der Hölle gereist? Nein! (ähem...ach so?) Wohlan, lüften wir das Rätsel des Döner-Grills.

00Gierdahl dazu: "Zuerst, als ich mir einen Döner holen wollte, schien alles normal. Ich wunderte mich, wieso der Verkäufer so schwitzt, dachte aber, das hängt nur mit dem Wetter zusammen. Aber der Laden war – bis auf uns – leer."

Den wenigsten Menschen fällt auf, welches Maß an fast panischer Aufregung die in der Regel im Team auftretenden Dönerverkäufer entwickeln, sobald sich potentielle Beobachter in die Front-Ends der Gothic-Produktionsanlagen verirren – natürlich im Glauben, es handele sich tatsächlich um einen Verkaufsstand für türkische Nahrungsmittel.

Aber, so der Ermittler weiter, "dann setzten wir uns nichtsahnend vor dem Laden auf eine der Holzbänke, um den gerade erworbenen Döner zu verzehren. Da wurde uns plötzlich klar, was hier gespielt wird." Fnord.

"Es war offensichtlich: wir waren in der Dönerbude mit den Verkäufern allein gewesen", bestätigt Agent Fox. "Während wir draußen sitzen, kommen die Gothics raus, einer nach dem anderen, mit einem Döner in der Hand, als wäre nichts. Eine perfekte Tarnung. Aber es sind einfach zu viele und das machte uns mißtrauisch."

Unsere Mitarbeiter konnten mit eigenen Augen mitverfolgen, wie aus einem vermeintlich "leeren" Döner-Imbiß im Laufe von zwanzig Minuten dreizehn Gothics emittiert wurden -  während in der Zwischenzeit kein einziger den Laden betreten hatte! Sieben von ihnen waren mit Döner Kebab zum Mitnehmen ausgestattet, zwei lediglich mit Falafel, vier verzichteten gänzlich auf diese Attrappen.

00Gierdahl: "Vielleicht war es wirklich Glück, daß wir zufällig einen Kebabstand an einer Straßenbahnlinie zum WGT-zentralen Agra-Gelände ausgesucht hatten." Denn dort liegen – aus logistischen Gründen, die Knotenpunkte der gesamten Produktionskette.

Wären in diesem Jahr in Leipzig nicht die von uns recherchierten Spitzenwerte der Gothic-Emission der Dönerbuden erreicht worden - internen Richtlinien der sogenannten Dönerverkäufer zufolge muß der Gothics-Ausstoß in gph (Gothics pro Stunde) angegeben werden – wäre das Komplott wahrscheinlich nie aufgeflogen.

Der Black-Döner-Plan

Trotz aller technologischen Errungenschaften besitzt die moderne westliche Zivilisation kein wirkliches Verständnis vom Tod. Sie sieht im Sterben nichts als Vernichtung und Verlust.

("Schwarze Pfingsten", Doku)

Die Gothics verlassen – fast nie einzeln, sondern zweckmäßigerweise in kompakten Kleingruppen – in regelmäßiger Folge die Dönerbuden. Oftmals tragen sie zu diesem Zeitpunkt noch die für Frisch-Gothics (bevorzugte Konfektionsgrößen: 42-52) typischen Nietenhalsbänder, die offenbar eine wichtige Rolle im Produktionsprozess spielen. Werden sie daran aus den Embryo-Tanks gehievt?

Sie sammeln sich zu Trauben an der Straßenbahnhaltestelle, dem schnellsten Umstiegsplatz und steigen in die nächstbeste Bahn – um diese dann an einer der nächsten Haltestellen wieder zu verlassen, eine Weile scheinbar ziellos durch nahegelegene Wohnviertel zu streifen und den Vorgang zu wiederholen. Auf diese Weise wird unauffällig eine nahezu optimale Flächendeckung zu erreicht.

"Der unaufmerksame Beobachter denkt sich dabei nichts", erläutert Agent S. O. Fox diese Strategie. "Was wirken soll, als wollten Leute von A nach B, ist in Wahrheit ein ausgefeiltes System von Verteilung und Konzentration der frisch Hergestellten, das eine Simulation normaler Humanbewegung in Städten darstellt." 

Aber die Organisation der ersten Phase der Gothic-Distribution verläuft lautlos – perfekt.

Dennoch mit minimalem Aufwand: Frei umherstreifende und orientierungslose Gothics-Trupps erkennen ihre Artgenossen jederzeit an den an mindestens einem Fußgelenk oder Schuh angebrachten, sogenannten "Bimseln" – kleinen Glöckchen, die von ahnungslosen Beobachtern für eine besonders enervierende Art von Modeschmuck gehalten werden sollen.

Auch das in öffentlichen Nahverkehrsmitteln sonst typischeTicketproblem ist beim WGT optimal gelöst: Den Weg bis zu den zentralen Gothic-Abfertigungsstellen am Agra-Gelände können die frisch Emittierten mit dem Kleingeld finanzieren, das hungrige Mitbürger tagsüber in den Dönerbuden hinterlassen.

Ist das Agra-Gelände erstmal erreicht, werden die inzwischen selbstsicherer auftretenden Gothics mit den WGT-typischen Bändern in zahlreichen Farben am Handgelenk markiert, um eine reibungslose Weiterführung zu gewährleisten.

Je nach Bestimmungsort werden sie entweder mit einer sogenannten "Obsorg-Karte" ausgestattet (für die wir selbst fast 20,- Eu gezahlt hätten!) und in die diversen Tarn-Veranstaltungen in ganz Leipzig distribuiert. Oder sie werden zur weiteren Verwendung auf dem zentralen Campingplatz – einem eigens umfunktionierten Schotter-Parkplatz ausreichender Größenordnung – zwischengelagert.

The Army of Darkness

Nachdem unsere Mitarbeiter inzwischen etwas Licht in die geheimen Hintergründe der alljährlichen Produktion, Emission und Distribution der Gothics in Leipzig bringen konnten, interessierte uns natürlich eine Frage, die so einfach zu stellen wie schwer zu beantworten ist:

Was ist der Sinn dieser wahnsinnigen Fließbandproduktion von Schwarzgewandeten?

Geht es – wie man auf den ersten Blick vermuten könnte – wirklich lediglich um eine bloße Anhäufung von Käuferpotentialen für die taiwanesichen Massenproduktionen?

Schwarze T-Shirts mit Aufschriften wie "666 – I am the bad!", kostengünstig hergestellter Modeschmuck mit magischen Symbolen aller Coleur ("Den Stanz-Grat von einem Agrippa-von-Nettesheim-Amulett entfernen? Wozu? Die Dinger sind auf diese Weise billiger.") und schwarze Plastik-Särge mit Metallketten und einem aufgedruckten Pentagramm, die als Alternative zu gängigeren Formen von Rucksäcken fungieren sollen – all das sind Konsumgüter, die anderweitig nur schwer absetzbar wären.

Oder hat diese Inszenierung infernalischen Ausmaßes noch einen tieferen Sinn?

Diese Frage ließ uns nicht los. Wir pendelten die tellurischen Ströme rund um die Metropole aus, ohne nennenswerten Erfolg. Wir observierten die großen Logen, Politiker und die agra-Geschäftsführung, ebenfalls ohne heiße Spur. Wir befragten die T-Auskunft und Google.

Letzteres brachte uns zwar auf die Webseite leipzig.de mit einigen Infos über die Olympia – Bewerbung 2012, aber außer putzigen Bildchen und dem Hinweis, "Leipzig ist im Jahr 2007 Austragungsort der 44. Weltmeisterschaften der Bogenschützen" findet man dort nichts. Von Anwohnern und (noch) nicht infiltrierten Passanten bekamen wir erste interessante Antworten. (s. Kasten)

Davon angestachelt stürzten wir uns erneut ins WGT-Treiben. Wie die Jungfrau zum Kind kamen unsere Agenten zu einer ersten Hypothese.

"Die unermüdlichen Besuche der in der Stadt verteilten Events des WGT führten uns fast zufällig zum Völkerschlachtdenkmal" – einem 6 Millionen Zentner schweren Koloß aus Stein und Stampfbeton, der vor rund 100 Jahren auf dem blutgetränkten Schlachtfeld errichtet worden war. In der Völkerschlacht von 1813 waren mehr als 100.000 Menschen gestorben.

Der ortsansässige Okkultist und Magier G. Org stützt die These: "Was meint Ihr, was das für eine Auswirkung auf so eine Stadt hat, wenn hier monatelang rundherum die Leichen verbrannt werden müssen. 100.000 Körper – was glaubst Du, was Du da am Verheizen bist! Da baut sich doch was auf! Und das Völkerschlachtdenkmal selbst ist ja ohnehin ein von Menschenhand geschaffener geomantischer Kraftpunkt – diese ganze gigantischen Masse Stein, das ist ja irre, das schafft einen ganz eigenen Konzentrationspunkt für diese Todesenergie, die da gebündelt wird."

Und einer seiner Schüler ergänzt: "Das nahegelegene Erzgebirge ist nicht umsonst diejenige Gegend mit der höchsten Selbstmordquote der Welt!"

Ich bin der Antiesel par excellence und damit ein welthistorisches Un-tier – ich bin, auf griechisch und nicht nur auf griechisch, der Anti-christ...

(Friedrich Nietzsche, Ecce Homo)

"Sollten die Gothics tatsächlich die reinkarnierten Seelen der gefallenen Soldaten sein?", fragt 00Gierdahl. "Der Erklärungsansatz würde einiges in klarerem Licht erscheinen lassen".

    • das Engagement der Döner-Konzerne, die zu den größten Arbeitsplatzbeschaffern Deutschlands zählen (bei einem Gewinn, der der new economy nur mitleidiges Grinsen entlockt)
    • den seit den Kreuzzügen schwelenden Haß auf alles Hellhäutige und Blonde. Die Templer versuchten, die Fehde zu beenden, aber sie konnten ihren neuen Ausbruch nur um einige hundert Jahre vertagen.
    • den Vorwand gastronomischer Unterversorgung, in den blühenden Landschaften Ostdeutschlands - ist das einfach ein Witz.
    • Den Termin: Pfingsten
    • Leipzig als Hauptproduktionsstätte mit dem Agra–Gelände als offiziellem Zentrum.
    • 750 Journalisten aus über 30 Ländern, um global vom WGT zu berichten und noch mehr Fans zu begeistern.
    • 19.000 Teilnehmer, 150 Bands

Das – unter musikalischen Gesichtspunkten ansonsten recht wenig beeindruckende – Konzert in der Krypta des Völkerschlachtdenkmals ließ die Vermutung plausibel erscheinen:

Das WGT - in Wirklichkeit ein gigantisches Reinkarnationsritual? Fleischliche, in Dönerbuden gezüchtete Hüllen, in Konzerten evozierte Seelen von Gefallenen, die in die frisch hergestellten Körper inkarnieren? Verbunden mit tausenden Anderen würden sich die wieder ins Leben Gerufenen auf diese Weise mit neuer Energie aufladen!

Gesicherte Erkenntnisse über den wahren Sinn und Zweck der Gothic-Zucht in Sachsen gibt es bislang nicht. Viele dringende Fragen warten noch auf eine Antwort.

·In wessen Dienst stehen die schwarzen Geister-Armeen?

·Die Döner-Industrie, die taiwanesische Mode-Industrie und die Leipziger Nahverkehrsverbände sind offenkundig nur Handlanger einer hochprofessionellen, international verflochtenen Organisation. Wer steckt also letztlich hinter dem ganzen Gespinst?

·Was geschieht mit den remittenden Exemplaren, den Grufti-Fehlproduktionen, die in jedem Herstellungsprozeß notwendigerweise anfallen? Können wir wirklich noch sicher sein darüber, was wir essen, wenn wir einen Döner essen gehen?

·Wohin wird der gigantische Jahresgesamt-Ausstoß von zig tausend Gothics nach dem WGT weiterdistribuiert? Gibt es geheime Trainingsstätten? Vielleicht unter dem Erzgebierge? Oder tauchen sie in anderen Bevölkerungsgruppen ab? Könnte es sein, daß Ihr Nachbar in Wahrheit ein getarnter Gothic ist? Oder gar … Ihre Frau? Ihr Mann?

Der Tod ist ein Hirngespinst der Unwissenheit, er existiert nicht: alles in der Natur lebt; und die Ursache alles Lebens ist die Bewegung und der unaufhörliche Formenwandel.

(Eliphas Levì)

Augenzeugen bestätigen: Das Kebab-Komplott gibt es wirklich!

Erna H., Kassiererin, "Ich habe nie verstanden, warum in einem Döner-Imbiß soviele Männer arbeiten müssen. Aber wenn da die Gruftis gebaut werden, ist das ja normal. Das ist nämlich schwere Arbeit, das ist klar, daß das nicht einer alleine macht."

Achim E., Rentner "Isch bin zwar nä neugierisch, aber wenn de Straßenbahn vorbeifährt, guck sch imma, wer da drinne is un wer aussteigt. Un ich hab müsch gefracht, woher die ganzen Schwarzen komm'n, die da drin sitzen. Dursch de Dönerbuden läßt sich das ändlisch erklär'n, weil isch ne glauben konnte, daß alle freiwillisch hier sin."

Helmut K. aus B., Politiker a. D. "Wichtig ist, was hinten rauskommt."

Franz W., Mitarbeiter der Leipziger Verkehrsbetriebe AG, " Wenn in der Nähe von der Haltestelle ein Döner ist, stehen da mehr Gruftis als an den anderen. Das hat mich schon immer gewundert ... und wenn der Döner nachts zu ist, stehen da nicht mehr soviele an der Haltestelle."

Der Vollständigkeit halber seien noch, milde lächelnd, die ernsthaften Kritiker (Ignoranten!) erwähnt, die investigativen Journalismus mit selektiver Wahrnehmung oder 35º C Außentemperatur wegzureden versuchen. So verständlich ihr Wunsch, es möge doch alles in Ordnung sein, auch ist – er zieht nicht.